Unterwegs im Licht 2020

“Last Saturday night the lighting composition “PULSE of HISTORY” I developed with my office in Dresden for the City of Potsdam’s “Unterwegs im Licht” festival took place. I am posting a couple of pictures that can only capture a fragment of the atmosphere experienced on this wonderful evening. Light is often overdone in public space. Although a festival by nature seems to be an invitation to be extravagant and to “let your hair down”, this does not mean that one should ignore the ethics of using resources wisely. With a unique concept, high-quality technology and a selective choice you can achieve more in lighting design. To create exciting and poetic lighting moods you need to understand how time, space, materials, darkness and light can be brought together and how to play them off each other. City authorities, advisors and political representatives are challenged to seek out lighting designers and artists who have a proven understanding of architecture, heritage buildings, city planning and public space in order to get the optimal support for their public events. I see light compositions as “soundless music”. In this respect we should agree to give cities and its buildings the sound, the klang, the voice, that is uniquely theirs. Thank you, Potsdam, You are Beautiful!”
Ruairí O’Brien

Übersetzung
“Am vergangenen Samstagabend fand die Lichtkomposition “PULSE of HISTORY” statt, die ich mit meinem Büro in Dresden für das Festival “Unterwegs im Licht” der Stadt Potsdam entwickelt habe. Ich poste ein paar Bilder, die nur einen Ausschnitt der Atmosphäre dieses wunderbaren Abends einfangen können. Licht wird im öffentlichen Raum oft übertrieben. Auch wenn ein Festival von Natur aus eine Einladung zu Extravaganz und zum “sich austoben” zu sein scheint, bedeutet dies nicht, dass man die Ethik des vernünftigen Umgangs mit Ressourcen ignorieren sollte. Mit einem einzigartigen Konzept, hochwertiger Technologie und einer selektiven Auswahl kann man mehr in der Lichtgestaltung erreichen. Um aufregende und poetische Lichtstimmungen zu schaffen, muss man verstehen, wie Zeit, Raum, Materialien, Dunkelheit und Licht zusammengebracht werden können und wie man sie gegeneinander setzen kann. Stadtbehörden, Berater und politische Vertreter sind gefordert, Lichtdesigner und Künstler zu suchen, die ein ausgewiesenesVerständnis für Architektur, historische Gebäude, Stadtplanung und den öffentlichen Raum haben, um die optimale Unterstützung für ihre öffentlichen Veranstaltungen zu erhalten. Ich sehe Lichtkompositionen als “lautlose Musik”. In dieser Hinsicht sollten wir uns darauf einigen, den Städten und ihren Gebäuden den Klang und die Stimme zu geben, die einzig und allein die ihre ist. Danke, Potsdam, du bist wunderschön!”
Ruairí O’Brien

Fotos: Peter R. Fischer